Lions Clubs Haßberge begleitet den zweiten Hilfstransport nach Craiova in Rumänien

In der Woche nach Ostern machten sich Past-Präsident Dr. Klaus-Peter Heigel, Lionsfreundin Julia Fröhlich sowie der 2. Vize-Präsident Uwe Hauck auf den Weg nach Rumänien, um in Craiova und Umgebung in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Craiova die Verteilung von Hilfsgütern an bedürftige Personen und Einrichtungen persönlich vorzunehmen. Darunter waren jede Menge Rollstühle und Gehhilfen – sie wurden überwiegend von unserem Lions Freund Uwe Hauck vom Sanitätshaus Mannl & Hauck aus Haßfurt zur Verfügung gestellt – sowie andere Hilfsmittel, Pflegebetten und Kleidungsstücke, die die Mitglieder des Lions Clubs Haßberge in den letzten Wochen fleißig gesammelt hatten. Einen guten Eindruck von dem Aufenthalt und den Aktivitäten der kleinen Delegation aus den Haßbergen in Craiova vermittelt die Präsentation des Lions Clubs Haßberge ebenso wie die Präsentation des Lions Clubs Craiova.

Ein Zeitungsbericht über die Fahrt des Lions Clubs Haßberge nach Craiova aus dem Haßfurter Tagblatt vom 21.05.2011 befindet sich hier:

Erschütternde Zustände – Lions Club schickt Hilfsgüter im Wert von 40 000 Euro nach Craiova in Rumänien

Hilfsgüter im Wert von über 40 000 Euro brachte der Lions Club Haßberge in seinem zweiten Hilfstransport nach Craiova in Rumänien. Über die Reise und die Begegnungen in Rumänien berichteten beim Clubabend Julia Fröhlich, Dr. Klaus-Peter Heigel und Uwe Hauck, die den Transport und die Verteilung begleiteten.

Trügerisches Idyll: Im ländlichen Rumänien scheint die Zeit vor 100 Jahren stehen geblieben. Was auf den ersten Blick malerisch erscheint, bedeutet für die Menschen dort in der Realität aber bittere Armut. Foto: Weinbeer

Ein ganzes Jahr lang sammelten Lions Kleidung und Spielsachen für bedürftige Kinder, vor allem aber auch Ausstattung für das Bezirkskrankenhaus in Craiova, das einen Schwerpunkt des Hilfsprojekts darstellt. Die Lions sind überzeugt, dass sie durch die Unterstützung der Klinik die nachhaltigste Hilfe für die Menschen in der gesamten Region Craiova leisten können. In enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Lions Club bemühen sie sich um zielgerichtete Hilfe. Einen Löwenanteil dazu leistet Uwe Hauck, der als Inhaber eines Sanitätshauses eng mit der Materie verbunden ist und viele einschlägige Kontakte hat. Er und seine Mitarbeiter reparieren Rollstühle, Sitzstühle, Rollatoren und Pflegebetten. Die genügen deutschen Standards zwar nicht mehr, lösen in Rumänien aber echte Begeisterung aus und tun dort noch viele Jahre einen wertvollen Dienst. Mit strahlenden Gesichtern nahm das Personal im Krankenhaus Craiova 13 ausgemusterte Pflegebetten aus dem AWO-Seniorenheim in Zeil in Empfang. Auch die zugehörigen Matratzen hatten die Lions besorgt.

Erschüttert zeigte sich nicht nur Uwe Hauck von der Situation in der Infektionsabteilung der Klinik. „Es ist kaum zu glauben, aber dort werden Menschen erfolgreich behandelt“, hieß es in seinem Bericht. Alle anwesenden Lions, darunter auch zahlreiche Ärzte, waren angesichts der mitgebrachten Bilder überzeugt, dass hier Hilfe angebracht sei und dankbar angenommen werde.

Einen großen Lastzug mit Anhänger füllten die Hilfsgüter, die über 1500 Kilometer nach Rumänien transportiert wurden. Eine Spedition stellten den Lkw kostenlos zur Verfügung. Neben den Hilfsgütern für die Klinik war der Anhänger auch vollgepackt mit Kleidung, die vor allem Julia Fröhlich bei Kleidungsherstellern gesammelt hatte, sowie viele Plüschtiere und Spielzeug von Lions und Freunden. Inzwischen hat sich die Hilfsaktion des Clubs herumgesprochen und viele Freunde von Mitgliedern melden sich, wenn im Kinderzimmer mal wieder „Generationswechsel“ angesagt ist, ob im Kleiderschrank oder in der Spielzeugkiste. Allerdings muss sich der Club nach einem neuen Zwischenlager umsehen.

Die Kleidung und die Spielsachen verteilten die drei Haßberge-Lions zusammen mit den Sozialbetreuern aus Craiova bei armen Familien. Vor allem Uwe Hauck, der Rumänien erstmals erlebte, war von dieser Armut erschüttert. Die Familien auf dem Land, wo die Uhren um hundert Jahre zurückgedreht scheinen, verharrten in einer regelrechten Lethargie und befänden sich in einem Teufelskreis aus Armut, fehlender Bildung und Arbeitslosigkeit.

Auf viel Optimismus und Engagement trafen die Haßbergler dagegen im Blindenhaus von Craiova, das ebenfalls unterstützt wird. Das Haus ist erst im Aufbau, die Stadt Craiova stellte ein Gebäude zur Verfügung, das allerdings noch renoviert und eingerichtet werden muss. Es fungiert aber schon jetzt als Begegnungsstätte und Therapie-Haus für viele hundert Blinde aus der gesamten Region von Craiova.

Sehr intensiv waren auch die Begegnungen mit dem Lions Club in Craiova, zu dem die Kontakte mittlerweile sehr eng sind. So können die Haßberge-Lions sicher sein, dass sie direkt und effektiv helfen.

Quelle:   Haßfurter Tagblatt, von der freien Mitarbeiterin Sabine Weinbeer

 

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