Verena Thierstein nahm über den LC Haßberge im Sommer 2016 am „Centenary Celebration Heritage Lions Youth Camp“ in Indien teil.

 

 

 

 

 

 

Mit großer Spannung wartete ich am Frankfurter Flughafen auf meine Abreise nach Mumbai, um an einem Lions International Youth Camp in Indien teilzunehmen.

Nachdem ich mich an der Sicherheitskontrolle von meiner Familie verabschiedet habe, war ich auf mich alleine gestellt. Mein erster Langstreckenflug und es war das erste Mal, dass ich alles selbst organisieren musste. Nach einigen Komplikationen bei der Ankunft in Mumbai und Dank der freundlichen Unterstützung einiger hilfsbereiter Inder, die in Deutschland studieren, kam ich schließlich wohlbehalten durch die Passkontrolle und doch etwas aufgeregt am Ausgang an.

Noch bevor ich mir irgendwelche Gedanken machen konnte, wie ich meine Gastfamilie im Gedränge des Ankunftsbereichs finden sollte, kam mein Gastbruder Payush auf mich zugelaufen und begrüßte mich herzlich. Unter den vielen indischen Gesichtern war ich mit meinen blonden Haaren ja wohl kaum zu übersehen. Nachdem Prakash seinem Vater Payushs vorgestellt hatte, wurde ich nach indischer Art mit Kerze, Bindi (Inderpunkt) und Namaste begrüßt. Auf dem Weg zur Wohnung meiner Gastfamilie standen wir dann erst einmal im Stau, woran ich mich in Indien aber noch ziemlich schnell gewöhnen sollte, da in Mumbai der Zustand „Nicht Stau“ praktisch nicht existiert. Auch mein Gastmutter war äußerst nett, und mit ihr habe ich während der zehn Tage in der Gastfamilie oft gekocht und war mit ihr einkaufen oder spazieren gegangen.

Am nächsten Tag trafen sich Payush und ich mit Clary aus Tschechien und Pael ihrer Gastschwester, mit denen wir ins Museum und an der Strandpromenade entlang gingen. Dort probierten wir auch Chili-Eis (sehr gewöhnungsbedürftig) und entdeckten einen „PokeWalk“ (das ist ein Handyspiel benannt nach den  japanischen Pokemonfiguren) mit fast 200 Menschen.

Mein persönliches Highlight in meiner Zeit in Indien startete am nächsten Morgen ganz in der Früh. Nach nur drei Stunden Schlaf sind wir zum Treffpunkt der „alliance oft he riding knights“, der Motorradgang von Payush aufgebrochen. Nachdem wir mit den Motorrädern erst einmal außerhalb Mumbais waren, fuhren wir durch wunderschöne tropische Wälder, Dörfer mit Kindern, die begeistert auf die Motorräder zeigten, vorbei an Reisfeldern und heiligen Kühen. Ziel der dreistündigen Fahrt war ein großer Wasserfall, in dem man auch baden konnte.

In den nächsten Tagen standen noch verschiedene Sehenswürdigkeiten in Mumbai auf dem Programm. Wir haben noch viele Freunde von Payush getroffen, ganz viel leckeres indische Speisen gegessen und noch jede Menge Monsunregen erlebt.

 

 

 

 

 

Nach den zehn Tagen in der Gastfamilie folgten zwanzig weitere Tage Aufenthalt im Rahmen des eigentlichen Lions Youth Camps. Nach einer großen Kennenlernrunde fuhren wir, 13 Jugendliche aus 7 verschiedenen Ländern mit unseren beiden indischen Campleitern Abbischek und Umaji, Richtung Wildnis-Camp.  Die ersten drei Tage verbrachten wir dort umgeben von viel Grün und mit sehr viel Regen. Das „adventure camp“ hielt alles was es versprach, so konnten wir via Seilbahn in einen großen See rutschen, uns an verschiedenen Kletterelementen auspowern und mit Pfeil und Bogen schießen.

Nach diesem großartigen Naturerlebnis folgte ein Städtetrip von Pune aus über Neu Delhi, Agra, Jaipur und Sikar zurück nach Mumbai. Diese Reise setzte sich aus einem guten Mix aus Kultur, leckerem indischen Essen und schönen Erlebnissen mit der Gruppe zusammen. Wir durften das Taj Mahal besichtigen, sahen  Kühe, die sich mitten auf der Straße schlafen legten, und Ziegen, die es sich auf Autodächern bequem gemacht haben. Wir durften bei einem traditionell indischen Trommelkonzert mitmachen, wir haben unzählige Blumenketten umgehängt bekommen und anschließend jede Menge Fotos und Selfies gemacht und noch sehr vieles mehr erlebt, was ich ich hier gar nicht alles aufzählen kann.

Sehr schön war auch, dass wir in allen Städten von den ortsansässigen Lions Clubs immer sehr herzlich in Empfang genommen wurden. Alle Lions haben sich sehr gut um uns gekümmert haben, sie haben tolle Ausflüge für uns arrangiert und auch immer für unsere Unterbringung gesorgt.

Ich kann nur jedem, der die Chance hat, an einem Lions International Youth Camp teilzunehmen, ans Herz legen, eine solche Gelegenheit wahrzunehmen. Ich möchte keine der Erfahrungen und Erlebnisse die ich dort gemacht habe missen und freue mich, dass ich so viele nette Menschen und neue Freunde kennen lernen durfte. Mein Aufenthalt in Indien war bunt, sehr scharf (Essen) und einfach außergewöhnlich.

Mein Dank gilt dem Lions Club Haßberge, der mir diese tolle Möglichkeit geboten hat, sowie allen Lions Clubs und ihren Mitgliedern in Indien, die meinen dortigen Aufenthalt organisiert und begleitet haben.

 

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