Michael Schlegelmilch ist der neue Präsident im Lions Club Haßberge im Lionsjahr 20/21

Immer am letzten Wochenende des Juni wird beim Lions Club Haßberge die Präsidentennadel weitergegeben – normalerweise bei einer Feier mit den Familien aller Mitglieder. Diesmal fand die Präsidentenübergabe virtuell statt. Der scheidende Präsident Wolfgang Rottmann und sein Nachfolger Michael Schlegelmilch mit seinem Präsidium trafen sich im Fotoatelier von Rottmann, um eine Videobotschaft an den Club zu fertigen und die Präsidentenwürde weiterzugeben. Gleichzeitig wurden Spenden von insgesamt 7.500 Euro aus dem Erlös des Lions-Adventskalenders an vier Organisationen vergeben.
„So hatte ich mir mein Präsidentenjahr nicht vorgestellt“, erklärte Wolfgang Rottmann in seiner Abschlussrede, denn viele seiner geplanten Veranstaltungen mussten seit März abgesagt werden, der freundschaftliche Kontakt, der im Club großgeschrieben wird, war nicht in der gewohnten Form möglich. Er dankte allen Clubmitgliedern, die ihn unterstützten, vor allem seinem Präsidium und reichte Präsidentenamt und symbolisch die Präsidentennadel an Michael Schlegelmilch weiter.
Der hofft, dass auch der Club jetzt wieder zu mehr Normalität zurückkehren kann. Am 14. Juli sollte erstmals wieder ein Clubabend stattfinden können. Sein Präsidentenamt hat Schlegelmilch unter das Motto „Handel und Entwicklung“ gestellt und dazu verschiedene Vorträge und Besichtigungen organisiert. Ein wichtiges Ziel ist ihm während seines Präsidentenjahres, die Gemeinschaft im Club weiter zu stärken. Ihm zur Seite stehen Vizepräsidentin Silke Brochloß-Gerner, 2. Vizepräsidentin Stefanie Schleicher und Sekretär Michael Weiß-Gehring.
Mit der Präsidentenübergabe fiel auch der etwas verspätete Startschuss für den nächsten Lions-Adventskalender. Der Kalender dient dazu, den Clubzweck zu erfüllen. Als so genannter Service-Club ist es stets das Anliegen des Lions Clubs, hilfsbedürftige Menschen oder Einrichtungen zu unterstützen. Die nötigen Geldmittel dafür liefert unter anderem der Adventskalender, der von vielen Geschäftsleuten der Region in Form von gestifteten Preisen unterstützt wird. Der Club hofft natürlich, dass trotz der hinlänglich bekannten Situation wieder viele Preise eingeworben werden können. Bereits im Februar hatten die Clubmitglieder beschlossen, wie der Erlös des vergangenen Jahres verteilt werden soll.
Leider konnten die Spenden in diesem Jahr nicht im Rahmen eines Clubabends persönlich übergeben werden. Der Freude über die Zuwendungen tat die jedoch keinen Abbruch. Über jeweils 2.000 Euro konnten sich Sabine Dreibholz und Peter Fleischhauer freuen. Dreibholz leitet das Frauenhaus Schweinfurt, das auch Frauen aus dem Landkreis Haßberge aufnimmt, Fleischhauer ist Leiter des Erich-Kästner-Kinderdorfes in Oberschwarzach. Ebenfalls 2.000 Euro nahm Norbert Odenthal als Initiator der „Tour de Hoffnung“ für krebskranke Kinder entgegen. An die Lebenshilfe Haßberge wurden 1.000 Euro überwiesen, sie sollen helfen, den Medienwagen zu ersetzen, der einem Brand am Standort Stettfeld zum Opfer fiel. Schließlich gingen 500 Euro an das Internationale Friedensdorf in Oberhausen, das sich um kriegstraumatisierte Kinder kümmert.
Alle Institutionen finanzieren sich hauptsächlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Lions-Präsident Wolfgang Rottmann erklärte, dass es den Clubmitgliedern sehr wichtig ist, vorrangig, aber nicht ausschließlich im Landkreis Haßberge zu helfen. Immer aber, auch beim internationalen Engagement etwa durch Sachspenden für das Rumänien-Hilfsprojekt, stützt sich der Club auf persönliche Kontakte. Ehrenamtlichen Organisationen gelte außerdem höchste Anerkennung. Effektiv helfen könne man diesen jedoch nicht nur durch Anerkennung, sondern brauche es auch Geldmittel, um Gutes zu tun.
Hans-Joachim Brandt, der das Projekt Adventskalender im Club federführend koordiniert, bittet die Unternehmer und Selbständigen im Landkries, trotz des schwierigen Geschäftsjahres wieder Gewinne für den Adventskalender 2020 bereit zu stellen. Ab Oktober kann der Kalender dann wieder erworben werden.

Sabine Weinbeer, Juli 2020

 

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