Lions Club Haßberge unterstützt Kindergärten mit dem Lions Programm KindergartenPlus

Kinder stark machen , damit sie ihr Leben ohne Gewalt und Suchtmittel meistern können, das ist das Ziel des Lions Projekts „KindergartenPlus“.  Für Erzieherinnen aus dem Landkreis Haßberge organisierte und förderte der Lions Club Haßberge in Kooperation mit dem Jugendamt eine entsprechende Fortbildung. Begrüßt wurden die teilnehmenden Erzieherinnen von Jugendamtsleiterin Adelinde Friedrich, dem Referenten Prof. Dr. Jörg Maywald, Pastpräsident Peter Schleich und dem aktuellen Lions Club Präsidenten Dr. Thomas Börner (von rechts).

„Die Herzensbildung muss gerade im Kindergarten einen hohen Stellenwert haben“, dieser Überzeugung ist Prof. Dr. Maywald, Geschäftsführer der „Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.V.“. Professor Maywald leitete in den letzten Tagen im Landratsamt in Haßfurt eine Fortbildung für Erzieherinnen im Rahmen des Lions Programms „Kindergarten Plus“.
Kinder stark zu machen für das Leben, das ist der Ansatz von „Kindergarten Plus“. Für den Lions Club Haßberge erläuterte Peter Schleich das Präventionsprogramm, das Gewalt und Sucht vorbeugen soll. Unter seiner Präsidentschaft hat der Club Haßberge beschlossen, das Programm im Landkreis anzubieten und für vier Kindergärten zu finanzieren. Die Leiterin des Jugendamtes, Adelinde Friedrich, war vom wissenschaftlichen Hintergrund des Programms so überzeugt, dass das Jugendamt die Kursgebühr für einen weiteren Kindergarten übernahm.

Sie freute sich zu Beginn des Lehrgangs über das rege Interesse der Kindergärten Prölsdorf, Kirchaich, Obertheres, Königsberg (evangelisch), Gädheim und Maroldsweisach. Auch die Fachkräfte des Jugendamts nahmen an dem Seminar teil. Adelinde Friedrich dankte für die Unterstützung der Lions, denn Prof. Dr. Maywald sei einer der führenden Experten in der Präventionspädagogik.

Den Erzieherinnen wurde ein Konzept an die Hand gegeben, das im Kindergarten in kleinen Gruppen an neun Vormittagen umgesetzt werden soll. Dabei geht es um die Themen Körper, Sinne, Gefühle, Beziehungen, Grenzen und Regeln. In Spielen, Übungen, Gesprächen, Bewegung, Liedern und durch kreative Methoden werden die Kinder angeregt, sich selbst und andere mit ihren Eigenarten wahrzunehmen. Die Kinder lernen dabei, Gefühle auszudrücken und zu benennen, Körperbewusstsein zu entwickeln, die eigenen Sinne zu erfahren und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Auch die Eltern werden durch zwei Elterngespräche in das Präventionsprogramm eingebunden.

Quelle:   Haßfurter Tagblatt, 21.09.2011, von der freien Mitarbeiterin Sabine Weinbeer

 

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