Harry Riegel vom Lions Club Haßberge zum Governor im Lions Distrikt 111-BN gewählt

Harry Riegel aus Haßfurt wird im Lions-Jahr 2013/14 das Amt des Governors im Distrikt 111 Bayern-Nord übernehmen. Einstimmig wählten ihn die Delegierten bei der Distrikt-Versammlung (weitere Bilder) im Herbst 2012 in der kleinen Stadthalle in Haßfurt zum Nachfolger der amtierenden Governorin Sigrid Thiem. Als besonderes Projekt beantragte er bei der Konferenz die Durchführung eines Internationalen Jugendcamps, das künftig alle zwei Jahre im Distrikt stattfinden soll.

Harald Riegel ist Gymnasiallehrer in Haßfurt und engagiert sich seit Jahren im Lions-Club Haßberge. Nach seinem Präsidentenjahr setzte er sich auch auf überörtlicher Ebene bei den Lions ein. Derzeit ist er 1. Vize-Governor des Distrikts. Riegel freute sich über seine einmütige Wahl, noch mehr allerdings darüber, dass die Delegierten ebenfalls einstimmig dem Jugendcamp zustimmten. Diese Youth-Camps organisieren Lions weltweit. Sie bestehen aus zwei Teilen, nämlich einem Aufenthalt in einer Gastfamilie und einem anschließenden gemeinsamen Camp. Ziel ist es, Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern zusammen zu bringen und ihnen Kultur und Lebensart des Gastlandes zu vermitteln. Kim Hirsch aus Hofheim, die über den Lions-Club Haßberge an einem solchen Camp in Texas teilnehmen konnte, berichtete den Delegierten in eindrucksvollen Bildern und schilderte ihre Erfahrungen.

Das erste Jugendcamp im Distrikt BN wird im Sommer 2012 stattfinden. Geplant ist eine Woche mit verschiedenen Freizeitaktivitäten am Ellertshäuser See, das Wochenende in Nürnberg und dann eine Woche an der Musikakademie in Hammelburg.

Landrat Rudolf Handwerker freute sich, dass Lions aus ganz Nordbayern den Weg in den Landkreis Haßberge gefunden hätten. Governorin Sigrid Thiem hatte eingangs gestanden, noch nie hier gewesen zu sein. Das verzieh ihr der Landrat, denn der Landkreis sei der unbekannteste in Bayern – „aber sicher einer der schönsten, wie sie heute sehen“.

Handwerker betonte das soziale Engagement der Lions vor Ort und international mit dem Rumänien-Hilfsprojekt. Immer wieder könne in Kooperation mit dem Sozialamt des Kreises direkt Not gelindert werden. Die Lions kümmern sich bevorzugt um sozial schwache Kinder. So verteilen sie über die Tafeln mehrere hundert Weihnachtspäckchen, außerdem gibt es ein Förderprogramm für Erstklässler. Außerdem haben die Lions den internationalen Kontakt im Auge, deshalb helfen sie finanziell jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland absolvieren wollen, und ermöglichten schon einigen Jugendlichen die Teilnahme an einem Jugendcamp.

Handwerker wünschte sich, dass das Gedankengut der Lions noch viele Anhänger finden möge, denn ehrenamtliches Engagement sei heute wichtiger denn je.

Präsident Uwe Hauck stellte das Rumänien-Projekt genauer vor und nutzte die Gelegenheit, nach einer Lösung für das Hauptproblem zu suchen: Frachtkapazitäten nach Rumänien. Er startete einen Aufruf an alle anwesenden Lions, die Kontakte zu Speditionen haben, hier vermittelnd tätig zu werden. In drei Jahren hat der Club bereits Hilfsgüter im Gegenwert von 125.000 Euro nach Rumänien gebracht. Profitiert davon haben besonders das Krankenhaus in Craiova, ein Blindenhaus, eine Schüler-Mittagsbetreuung und bedürftige Kinder auf dem Land.

Die Governorin Sigrid Thieme stellte in ihrem Bericht das neue Masern-Programm von Lions-International heraus. Außerdem laufen die Vorbereitungen für die World-Convention im Jahr 2013 in Hamburg auf Hochtouren. Das Europa-Forum der Lions wird 2015 in Augsburg stattfinden, die Multi-Distrikt-Konferenz 2015 in Bamberg.

Quelle:   Haßfurter Tagblatt, 02. Oktober 2012, von der freien Mitarbeiterin Sabine Weinbeer

 

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