Die Damen der Mitglieder des LC Haßberge spenden für Kinder in Deutschland und Tansania

Lions Damen spenden für KinderKindern helfen – weltweit und hier in Deutschland, das ist den Damen der Mitglieder des Lions Clubs Haßberge ein besonderes Herzensanliegen. Bei dem letzten Treffen  übergaben Monika Kulla, Christel Heitmann, Monika Kirchner und Ute Hauck (von links) je einen Scheck in Höhe von 500 € an Werner Kinkel  (2. von rechts) für das Erich-Kästner-Kinderdorf bei Bamberg und an Dr. Willy Zink (3. von rechts) für das Behindertenzentrum Usa River in Tansania. In Tansania gibt es unter anderem wegen der hohen Flour-Konzentration im Trinkwasser enorm viele Menschen mit Klumpfüßen.
Das Behindertenzentrum hilft auf zwei Wegen: mit Operationen, die vor allem bei Kindern große Erfolge bringen. Werden Kinder sehr früh behandelt, braucht es nicht einmal den operativen Eingriff. Ältere Behinderte können in Usa River eine Ausbildung erhalten und so künftig für ihren Lebensunterhalt sorgen – die große Ausnahme in einem Land, in dem behinderte Menschen eher versteckt werden. Hier – wie auch bei den anderen Projekten, die von den Lions Clubs unterstützt werden – steht die Nachhaltigkeit der Hilfe im Vordergrund. „Und am nachhaltigsten ist immer Bildung für die Kinder“, betonte Monika Kirchner im Gespräch mit den beiden Spendenempfängern.

Das gilt auch für das Kinderdorf Erich Kästner, das von Werner Kinkel unterstützt wird. Er und seine Tochter, die Erfolgsautorin Tanja Kinkel, gründeten den Verein „Brot und Bücher“, der eben diesen Grundgedanken von Bildung als Basis für ein eigenverantwortliches Leben verfolgt. Vor Jahren stießen sie auf das Erich-Kästner-Kinderdorf, das sich um schwer traumatisierte Kinder und Jugendliche kümmert. Sie halfen, das „SchulCHEN“ zu finanzieren, eine Schule im Kinderdorf, in dem auch diesen Kindern Schulbildung vermittelt wird. Viele von ihnen haben so schweren seelischen Schaden genommen, dass sie eigentlich als „unbeschulbar“ galten. Auch das Kästner-Kinderdorf selbst fällt aus dem Rahmen, denn hier wechseln sich die „Eltern“ nicht ab, sondern die Menschen, die eine Gruppe betreuen, leben ständig und mit den eigenen Kindern in dem Haus, das sie sich mit ihren Schützlingen teilen. Im Gespräch zeigte Werner Kinkel Dimensionen von Vernachlässigung auf, die seine Gesprächspartnerinnen niemals für möglich gehalten hätten. So wurde im Gespräch mehr als deutlich, dass es in Entwicklungsländern wie hier direkt in Deutschland Kinder gibt, die Hilfe benötigen. Enorm aufwändig ist das in Deutschland, auch wegen der schwierigen Problemlage. Allein aus staatlichen Mitteln wäre das Erich-Kästner-Kinderdorf in seiner besonderen Form nicht zu finanzieren. Das Behindertenzentrum in Usa River in Tansania hingegen braucht zwar ebenfalls externe Unterstützung, doch ist der Leiter, Diakon Claus Heim, stolz darauf, dass die laufenden Kosten zu über 90 Prozent selbst erwirtschaftet werden – unter anderem mit der eigenen Schlosserei und der kürzlich eröffneten Bäckerei. Seitdem sind Laugenbrezeln in Tansania ein echter Renner.

 

 

-->