Jonathan Riegel berichtet dem Lions Club Haßberge über „Social Networks“ im Internet

Sie heißen StudiVZ, MySpace oder Facebook und sind die modernen Kommunikationsplattformen gerade der jüngeren Generation. Jonathan Riegel, der in der Schweiz und Finnland Betriebswirtschaftslehre studierte, schätzt selbst diese Möglichkeiten sehr hoch, denn so gelingt es leicht, internationale Kontakte zu pflegen und gleichzeitig Menschen mit gleichen Interessen zu finden.
Am Beispiel von Facebook erläuterte er den Mitgliedern des Lions Clubs Haßberge diese Plattformen, die enormen Zulauf haben. So hat Facebook, einst an der Harvard-Universität für die örtlichen Studenten gegründet, mittlerweile über 100 Millionen aktive Nutzer und einen Marktwert von 15 Milliarden Dollar, was etwa dem der Lufthansa entspricht. Der Betreiber lege aber großen Wert auf Unabhängigkeit, so Riegel, auch wenn vor allem die Werbebranche natürlich großes Interesse hat.
Jeder Nutzer einer solchen Plattform stellt sein Profil auf – ob er mehr als seinen Namen allgemein zugänglich macht, hängt von ihm selbst ab. Neue Gesprächspartner müssen sich anmelden und werden für das Lesen der gesamten Seite nur zugelassen, wenn das der jeweilige Nutzer genehmigt. Auch wenn Jonathan Riegel selbst zu der Generation gehört, die fast ausschließlich über diese Plattformen kommuniziert, sprach er auch die Gefahren an, die es zu beachten gilt. So müsse zunächst der Nutzer sehr zurückhaltend mit seinen persönlichen Details umgehen. Natürlich sind auch Stalker und Pädophile im Internet unterwegs, dessen müsse man sich bewusst sein. Auch ein Suchtpotential bestehe, denn in der riesigen Datenflut könne man schon die Zeit vergessen. Sehr gut sollte man sich überlegen, welche Bilder man einstellt, denn der Nutzer tritt mit dem Hochladen alle Rechte an seinen Bildern an den Betreiber ab.
Mancher hat schon bereut, Fotos von wilden Studentenfeten ins Internet gestellt zu haben, denn mittlerweile gibt es ganze Agenturen, die im Auftrag von Personalchefs und Headhuntern umfangreiche Dossiers zu Bewerbern erstellen, indem sie im Internet recherchieren.
Der Vortrag erntete viel Applaus und mündete in eine sehr rege Diskussion über die Segnungen und Gefahren der neuen Medien. Die Urteile reichten von „faszinierend“ über „ein immenser Zeiträuber“ bis hin zu der erschütterten Feststellung: „Das übertrifft alles, was Orwell noch für Phantasie hielt“.

 

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