Lions Club Haßberge begleitet den ersten Hilfstransport nach Craiova in Rumänien

In der Woche nach Ostern begleitete eine kleine Delegation vom Lions Club Haßberge einen Hilfstransport  nach Rumänien. In Craiova und Umgebung verteilte diese Delegation in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Craiova verschiedene medizinische Hilfsmittel wie Gehhilfen, Rollstühle und u. a. eine HNO-Behandlungseinheit sowie Bekleidungsstücke an bedürftige Personen und Einrichtungen.

„Wir waren nicht das letzte Mal in Craiova“, das stellt der Präsident des Lions-Club Haßberge, Dr. Klaus-Peter Heigel fest.
Die derzeitige Sekretärin im Lions-Präsidium, Julia Fröhlich, ist gebürtige Rumänin. Über den Lions-Club in Craiova und ihre Familie organisierte sie die Hilfe, damit sie direkt bei betroffenen Menschen ankommt. Das war von vorneherein die Zielsetzung des Lions-Clubs.
Julia Fröhlich akquirierte bei verschiedenen Kleidungsherstellern Kinderjacken, Pullover und Hosen, während das Sanitätshaus Mannl und Hauck über 100 Rollstühle und Rollatoren bereitstellte. Lions-Mitglieder stifteten außerdem Ultraschall-Geräte und eine komplette HNO-Diagnostik-Armatur sowie Medikamente. So konnte ein großer – ebenfalls gesponserter – Lkw mit Hilfsgütern beladen werden, der sich aufmachte nach Craiova, wo die Güter in einem Autohaus zwischengelagert wurden.
Mit Pkw machten sich wenige Tage später Präsident Dr. Klaus-Peter Heigel, Sekretärin Julia Fröhlich, Past-Präsident Harry Riegel, dessen Frau Dr. Heike Mohler-Riegel und ihr Sohn Johannes auf den 1500 Kilometer langen Weg ins südliche Rumänien. Eineinhalb Tage dauerte die Fahrt und in Craiova wurden sie herzlich empfangen. Der dortige Lions-Club hatte hervorragend vorgearbeitet und mit dem Sozialteam der Stadt die Empfänger ausgewählt. So gingen die meisten Rollatoren und Rollstühle in ein großes Altenheim, wo die Hilfsmittel von den alten Menschen sofort mit Begeisterung in Betrieb genommen wurden. Groß war auch das Medieninteresse an den Spendern aus Deutschland.
Mit den Sozialarbeitern der Stadt ging es dann zu verschiedenen bedürftigen Familien auf dem Lande. Meist handelte es sich um Großmütter, die mehrere verwaiste oder verlassene Enkelkinder großziehen. Das Fördergeld, das sie dafür von staatlicher Seite erhalten, beläuft sich auf 30 bis 40 Euro, die Lebenshaltungskosten seien in Rumänien aber mit den unsrigen zu vergleichen, berichtete Klaus-Peter Heigel. Als Ärztin stellte Dr. Heike Mohler-Riegel fest, dass es oft an der medizinischen Grundversorgung mangelt, sei es an Impfungen oder auch Vitaminen. Die bittere Armut, in der die Kinder dort leben, ging den fünf Lions sehr unter die Haut.
Der Lions-Club Haßberge will längerfristig in Rumänien helfen und freut sich über die geknüpften Kontakte zur Stadt Craiova, aber auch zu Ion Horasco, dem Bürgermeister von Prundeni. Er gründete nicht nur den ersten privaten rumänischen Rundfunksender, sondern auch eine Hilfsorganisation, die sich um soziale Belange und besonders um Schulen kümmert. Bei aller Armut, die er während der vier Tage in Craiova und Umgebung sah, zeigte sich Klaus-Peter Heigel jedoch auch beeindruckt von der Anstrengung der rumänischen Regierung um eine flächendeckende Schulversorgung.
Die „Lions“ möchten für den nächsten Hilfstransport Medikamente erwerben und bitten neben Sach- um Geldspenden auf das Spendenkonto des Lions-Hilfswerks Haßfurt bei der Sparkasse Ostunterfranken: Konto 7443, BLZ 79351730, Kennwort „Rumänienhilfe“.

 

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