Der Lions Club Haßberge besucht die Firma Uponor in Haßfurt

Spannende Einblicke in einen Betrieb, den man sonst nur von außen kennt, bekamen die Mitglieder des Lions Clubs Haßberge bei einem Rundgang durch die Firma Uponor in Haßfurt. Nicht nur die Verwaltungsgebäude mit dem weithin leuchtenden Firmenlogo, auch die 500 Arbeitsplätze des Global Players sind für Haßfurt und Umgebung prägnant.
Präsident Rudolf Hart dankte Richard Kraus, Vice President Shared Services Europa, dafür, dass er persönlich die Firmengruppe Uponor und den Standort Haßfurt vorstellte. Der freute sich über das Interesse. Weil die Produkte von Uponor nicht an den Endverbraucher, sondern an Großhändler geliefert werden, gibt es für die Firma nur wenig „Kundenkontakt“. Endverbraucher aber sind viele, denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ihr Trinkwasser durch Unponor-Rohre fließt oder die Flüssigkeit der Fußbodenheizung. „Heizen und Kühlen und Trinkwasser, das sind unsere Schwerpunkte hier in Haßfurt“, erklärte Richard Kraus.
Auf dem Firmengelände befinden sich neben Uponor auch der Maschinenbauer Unicor und der Automobilzulieferer Schlemmer. Als der finnische Konzern Uponor in Haßfurt einstieg, kaufte er zunächst auch den Maschinenbau von Unicor mit, „aber Maschinenbau ist nicht unser Kerngeschäft, deshalb haben wir uns davon wieder getrennt“. Weltweit hat Uponor an 14 Produktionsstandorten rund 4.000 Mitarbeiter, die 1,2 Milliarden Nettoumsatz generieren.
In Haßfurt arbeiten rund 500 Menschen in der Produktion, in der Verwaltung und in dem neuen Hochregallager, das ebenfalls zum Rundgang gehörte. Was von außen auf den mächtigen Rollen wie ein einfaches Kunststoffrohr aussieht, enthält jede Menge Know-How, wie die Clubmitglieder in der Fertigung erfuhren. „Wir arbeiten immer an der Effizienz und dem schonenden Umgang mit Ressourcen“ hatte Richard Kraus zuvor erklärt. Das gilt sowohl für die Produktion selbst, als vor allem auch für die Produkte. Eine Kernkompetenz sei das Thema Raumtemperatur. Hier gehe es darum, möglichst effizient zu heizen oder zu kühlen. Qualität mache sich in den Folgekosten massiv bemerkbar, so Kraus. Allerdings müsse Uponor als Hersteller bei der Bewusstseinsbildung auch Umwege gehen. Gebaut wird nämlich meist von Bauträgern, den Vorteil der höheren und natürlich teureren Qualität haben aber die späteren Nutzer. „Wir müssen also die Mieter oder Käufer dazu bringen, sich nach der verbauten Qualität zu erkundigen“, erklärte Kraus. Auch gesamtgesellschaftlich sei das Thema wichtig, denn durch die optimale Effizienz bei der Gebäude-Temperierung könnten 30 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden
Hoch automatisiert zeigte sich die Fertigung, sowohl bei der Herstellung der Rohre, die es auch gedämmt gibt, vor allem für die Fernwärmeversorgung, als auch bei den Verbindungsstücken, den so genannten „Fittings“, wo nicht Kunststoff, sondern Messing der Werkstoff ist.

Artikel aus dem Haßfurter Tagblatt vom 23.02.2018 von Sabine Weinbeer

 

 

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