Eröffnung der Ausstellung „ECHT KRASS“ mit Unterstützung durch den Lions Club Haßberge und durch den Rotary Club Haßfurt

SONY DSC SONY DSCHaßfurt. „Echt Krass – Wo hört der Spaß auf?“, diesen Titel trägt ein interaktiver Präventionsparcours, den die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Thein-Berufsschule in den kommenden Tagen erleben können. Thema sind dabei sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen vom missglückten Flirtversuch bis zu echter oder virtueller Gewalt. Dass das Thema aktuell ist, das würden die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter an den Schulen im Landkreis in ihrer täglichen Arbeit immer wieder erleben, so BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Das BRK trägt im Landkreis die JaS (Jugendsozialarbeit an Schulen). Und so waren es auch Martina Meisch und Barbara Steinbach, die auf die in Kiel entwickelte Ausstellung stießen. Die beiden Sozialarbeiterinnen und die beiden Lehrkräfte Daniela Bengel und Matthias Bintig bemühten sich darum, die Ausstellung nach Haßfurt zu bringen und führen nun auch die Klassen. Die Ausstellung selbst wird vom PETZE-Institut für Gewaltprävention kostenlos zur Verfügung gestellt, doch der Transport und der Aufbau waren zu finanzieren. Dass das gelang, dafür dankte der stellvertretende Schulleiter Jochen Brüggemann dem Jugendamt Haßberge, dem Lions-Club und dem Rotary-Club Haßberge. Sie hätten in ihren Clubs die gesellschaftliche Relevanz des Themas nicht lange vermitteln müssen, stellten Lions-Club-Präsidentin Sabine Weinbeer und der Pastpräsident der Rotarier Dr. Helmut Hümmer fest. Gerade für Jugendliche sei es immer schwieriger, sich zu orientieren, wo sich doch Werte und Umgangsformen ständig wandeln. „Was heute um 16.00 Uhr im Werbespot zu sehen ist, gab es früher in der Spätvorstellung im Kino“, so Sabine Weinbeer. Gleichzeitig werde in der Jugendsprache zwar oft von Respekt geredet, der Respekt gegenüber anderen jedoch sei immer seltener zu spüren. „Vielleicht sollten auch Eltern diesen Parcours gehen, damit sie ihre Jugendlichen wieder besser verstehen“, meinte Helmut Hümmer. Sexuelle Übergriffe, nicht nur unter Jugendlichen, seien noch immer ein Tabu-Thema, so stellvertretender Landrat Oskar Ebert. Doch dürfe das Thema keinesfalls bagatellisiert werden. Die Frage, wo der Spaß aufhört, sei nicht immer leicht zu beantworten. Die interaktive Ausstellung sei eine wichtige Hilfestellung, um für das Thema zu sensibilisieren. Es sei wichtig, dass Jugendliche ihre eigenen Grenzen erkennen und sie klar benennen. Das gehe nur mit Selbstbewusstsein. Der Parcours wurde schon vor der offiziellen Eröffnung durch Oskar Ebert von den Schülern sehr interessiert angenommen. In Filmsequenzen, über gesprochene Texte, mit spielerischen Elementen und in einem Film geht es um die unterschiedlichsten Situationen, die zu sexuellen Übergriffen führen können, wie man sich wehrt, es gar nicht dazu kommen lässt – und nicht zuletzt um die Frage, was strafbar ist. Bilder: Bild 1: „Wenn Liebe missbraucht wird“ oder „Jetzt ist Schluss“ sind Stationen interaktiven Ausstellung „Echt krass – Wo hört der Spaß auf“ zur Prävention von sexueller Gewalt. Acht Tage lang werden die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Thein-Berufsschule sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Bild2: Zeigten sich beeindruckt von der fesselnden Art, wie die interaktive Ausstellung ein schwieriges Thema wie sexuelle Gewalt angeht und die Jugendlichen in ihren Bann zieht (von rechts): stellvertretender Landrat Oskar Ebert, BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, Lions-Club-Präsidentin Sabine Weinbeer, Schulamtsdirektorin Ulrike Brech, der stellvetrtretende Schulleiter Jochen Brüggemann und der Pastpräsident des Rotary-Clubs Dr. Helmut Hümmer.

 

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