Der Lions Club Haßberge übergibt 20.000 € aus dem Erlös des Sponsorenlaufs mit dem RMG

Praxis-Seminare wurden im G8 des bayerischen Gymnasium eingeführt, um den Gymnasiasten mehr praktisches Rüstzeug fürs Leben mitzugeben. So organisierte das Praxis-Seminar Sport der Q11 des Haßfurter Regiomontanus-Gymnasiums einen Sponsorenlauf. Als externer Partner und Sponsor stand diesem Seminar der Lions Club Haßberge in der Person von OStR Harry Riegel hilfreich zur Seite. Im Rahmen einer Abschlußveranstaltung wurde die ungeheure Summe von 20.000 € je zur Hälfte der Rumänienhilfe des Lions Clubs Haßberge sowie an das Straßenkinderprojekt SAMMA in Sao Paulo in Brasilien übergeben. Zudem wurden die Sponsoren und diejenigen Schüler geehrt, die einen erheblichen Anteil zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben.

Von links Bastian Rößner vom P-Seminar, Franz-Josef Göller (Sponsor Getränke), Ludwig Rehm (Projekt SAMMA), OStR Harry Riegel und Julia Fröhlich (Rumänienhilfe Lions Club), Präsident Peter Schleich, Alexandra Bergner (Sponsor Coca Cola) Haßfurts 3. Bürgermeister Reiner Schuster, der den Schirmherrn Bürgermeister Rudi Eck vertrat.

„Mit so viel Geld hätten wir niemals gerechnet“, war Kim Hirsch begeistert. Sie ist neben Leiterin Birgit Moller die einzige Frau im P-Seminar Sport. Sie und ihre Kollegen identifizieren sich mit dieser Aufgabe, haben sich grüne T-Shirts zugelegt und trugen gestern stolz die Lederbänder mit kleinen Backsteinen um den Hals. Sie sind der Dank des Jugendhauses „Samma“ in Sao Paulo, in das die Hälfte des Erlöses fließt.

Der Sponsorenlauf wurde ursprünglich von den Lehrkräften des Regiomontanus-Gymnasiums ins Leben gerufen. „Heuer haben ihn erstmals die Schüler organisiert und prompt ist viel mehr Geld zusammengekommen“, zeigte sich Rektor Max Bauer stolz auf die P-Seminaristen und auf alle, die mitgemacht haben. Mit Urkunden wurden diejenigen belohnt, die besonders viele Kilometer einbrachten, so Moritz Eickhoff, der 66 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegte, oder Nico Hofmann, der 25 Kilometer joggte. 30 Kilometer legte Julius Thomas auf Inlinern zurück und Christian Kempf schwamm in der „Welle“ sieben Kilometer. Fast alle Schüler sammelten außerdem bei Sponsoren Geld ein, das meiste die Klassen 6g (1650,10 Euro) und 7c (1500,13 Euro).

Insgesamt sei das eine tolle Gemeinschaftsleistung gewesen, so Rektor Max Bauer und Harry Riegel, der als früherer Organisator die Schüler gerne unterstützte. Außerdem empfahl er die beiden Empfänger des Erlöses. Ludwig Rehm aus Wülflingen hilft seit vielen Jahren dem Kinderhaus „Samma“ am Rand von Sao Paulo, wo Straßenkinder eine neue Familie finden. Jährlich reist er nach Brasilien und zeigte anhand einiger Bilder, was in den letzten Jahren gemeinsam mit den Jugendlichen dort geschaffen wurde. Die Spende der Regiomontanus-Schüler fließt in einen Neubau, in dem am Wochenende für die Kinder aus der benachbarten Favela Stützunterricht, aber auch kulturelle Angebote stattfinden sollen.

Die zweiten 10 000 Euro nahmen für den Lions Club Haßberge Präsident Peter Schleich und Julia Fröhlich entgegen. Fröhlich betreut bei Lions das Hilfsprojekt Rumänien, das vor allem verwaisten und behinderten Kindern sowie hilfsbedürftigen Senioren in Rumänien hilft. Außerdem will der Verein künftig das Bezirkskrankenhaus in Craiova mit einer verbesserten Ausstattung unterstützen. Auch sie zeigte Bilder von einem Hilfstransport, die bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern Betroffenheit auslösten.

Die Lions hatten sich am Aktionstag selbst auch als Sponsoren betätigt und die Schüler mit Müsliriegeln und Äpfeln versorgt. Viele weitere Sponsoren trugen zum Gelingen bei wie Coca-Cola mit vielen Sonnenschirmen und die Brauerei Göller mit Wasser und Erfrischungsgetränken. Für drei besondere Stützen des Sponsorenlaufes hatte Harry Riegel außerdem eine besondere Überraschung parat: Thomas Neuß, Dominik Schlund und Kim Hirsch bekommen die Gelegenheit, an einem internationalen Jugendcamp von Lions International teilzunehmen.

Die P-Seminaristen freuen sich über den gelungenen Abschluss, denn es war schon etwas mehr Arbeit als ursprünglich gedacht. „Nach dem Lauf dachten wir, es wäre geschafft, aber dann kamen ja die ganzen Ergebnisbögen“, erzählen Mirko Bräutigam und Dominik Schlund von den Unmengen an Daten, die erfasst werden mussten. Mit einem richtig guten Gefühl gehen sie jetzt in die Abitur-Vorbereitungen.

 

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